Ein staubiger Sonnenstrahl
fällt schräg auf den Küchenboden.
Draußen kräht ein Hahn,
drinnen summt das Radio leise,
irgendwo ein Lied,
das keiner mehr ganz kennt.
Meine kleinen Hände
greifen nach dem Brot,
noch warm,
der Duft wie ein Versprechen,
das nie gebrochen wurde.
Omas Stimme
kommt aus dem Flur,
nicht laut,
aber voll Welt.
Sie sagt meinen Namen,
und ich fühle mich gemeint
wie sonst nie.
Im Garten
zittert das Weiß der Wäsche im Wind,
ein langsames Winken
aus der Stille der Jahre.
Die Welt war klein,
aber weit genug
für alles,
was ich damals fühlte.
Nichts war eilig.
Alles war ganz.
Ich trug noch keine Schuhe
für die Wege,
die später kamen.