Sie steht am Rand des Weges,
verwurzelt tiefer als Erinnerung,
älter als die Namen in den Büchern.
Ihre Rinde trägt Narben,
doch kein Schmerz mehr-
nur Zeit,
die vorbeiging
und blieb.
Unter ihren Ästen
flüstern die Jahre,
wenn der Wind
die Geschichten zurückbringt.
Kinderhände haben sie umarmt,
Soldaten sind an ihr vorbeigezogen,
Liebende haben in ihrem Schatten geschwiegen.
Sie fragt nichts,
fordert nichts,
steht nur
und sieht zu.
Ein stiller Zeuge
dessen,
was wir vergessen.